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Literaturvorlesungen sind amüsant

Als Außenstehender glaubt man es vielleicht nicht, aber Literaturvorlesungen sind sehr amüsant. Als wir letzten Montag über die Erzähltextanalyse sprachen, wurde auch Stanzels kleiner Typenkreis erwähnt. Dazu meinte der Dozent, dass wir ihn uns nicht merken müssten, weil er falsch sei, aber dass wir ihn doch einmal gehört haben sollten. Der große Typenkreis hingegen sei zwar korrekt, aber viel zu kompliziert und somit ebenfalls untauglich.

Als dann die Rede auf den „Zauberberg“ und eine Figur dieses Romans, Wehsal, kam, meinte ebendieser Dozent (sinngemäß): „Was ist dieser Wehsal eigentlich für ein Schlappschwanz, er trägt ihm sogar seinen Mantel, statt zu versuchen, wie es sich für einen richtigen Mann gehört, ihn umzubringen.“ (Wehsal trägt den Mantel seines Nebenbuhlers, der, im Gegensatz zu ihm, die Gunst einer Dame gewonnen hat.)

(Literaturweisheit des Tages: Eine Anatomasie bezeichnet das Ersetzen eines Eigennamens durch ein Wort, das als Atribut zu ihm stehen könnte.)

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Totale und geschützte Freiheit: GPL und BSD

Der Platzhirsch unter den Freie-Software-Lizenzen ist die GPL, die GNU General Public Licence. Sie wurde hauptsächtlich von Richard Stallman geschrieben, dem Gründer des GNU-Projekts, und kann ohne Übertreibung als „größter Hack in der Geschichte des Urheberrechts“ bezeichnet werden.

Die GPL hat das Ziel, so viel Software wie möglich zu Freier Software zu machen; die Entscheidung, die GPL zu verwenden, ist somit auch immer ein Stück weit ideologisch motiviert. Im Gegensatz zur GPL haben BSD-artige Lizenzen kein Copyleft; dies bedeutet, dass davon abgeleitete Software nicht unter der gleichen Lizenz stehen muss. GPL-geschützte Software hingegen macht jegliches Programm, das auf GPL-Quelltext zurückgreift, ebenfalls zu GPL-Software. Diese Eigenschaft wird von Microsoft gerne als „virusartig“ und Linux als „Krebsgeschwür“ beschrieben. Im Grunde genommen die übliche Mircosoft’sche FUD-Politik, die das Ziel hat, gezielt Fehlinformationen zu verstreuen und potenzielle Nutzer abzuschrecken. E…

Zur Zusammenarbeit von CDU und Linkspartei

Weil gerade auf Twitter einige CDU-Nachwuchspolitiker vor Kraft kaum mehr laufen können und rumproleten, dass es niemals auch nur irgendeine Zusammenarbeit zwischen CDU und Linkspartei gäbe, erlaube ich mir, auf einen schon etwas älteren Blog-Eintrag von Michael Neumann hinzuweisen:
In Zwickau sind Absprachen zwischen CDU und Linkspartei Alltag. So wurde der Zwickauer Bevölkerung in einer Zeitungsanzeige, in der die CDU gemeinsam mit der Linkspartei sowie der „AG Zwickau“ (Wählervereinigung) für die Streichung von zwei der fünf Beigeordnetenposten warb, mitgeteilt: „Diese drei Fraktionen vertreten (…) den überwiegenden politischen Willen und sind gemeinsam in der Lage, diesen in Beschlüsse münden zu lassen.“ (Wochenspiegel, 23.4.2008, FAZ, 10.6.2008).

In Cottbus kandidierte im Oktober 2006 der CDU-Politiker Holger Kelch unter dem Dach eines Wahlbündnisses mit der damaligen Linkspartei.PDS für das Amt des Oberbürgermeisters. Er verlor zwar gegen den Kandidaten der SPD, Frank Szymanski. D…

BADABOOM!