Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom November, 2008 angezeigt.

Erster Advent

Ich wünsche meinen Leserinnnen und Lesern einen schönen ersten Advent und eine besinnliche Advents- und Vorweihnachtszeit.

Bild: Flickr/Per Ola Wiberg (CC-BY 2.0)

Weihnachtsmarkt in Hockenheim

Der Weihnachtsmarkt in Hockenheim ist jedes Jahr ein schöner Treffpunkt für Groß und Klein. Es ist schön, einfach nur über den zwar kleinen, aber auch sehr gemütlichen Marktplatz zu schlendern, einen Glühwein zu trinken und sich mit Freunden und Bekannten zu unterhalten.

Hierbei ist wirklich beachtlich, was die vielen Ehrenamtlichen von Vereinen, Kirchen und Schulen auf die Beine stellen: das kulinarische Angebot reicht von der obligatorischen Bratwurst bis hin zu fast schon extravaganten Crepes bei den Pfadfindern. Auch das musikalische Aufgebot kann sich hören lassen: Chöre und Begabte Hausfrauen sind immer dabei.

Yo isch kann

Achim Schaffrinna vom Designtagebuch hatte diese lustige Grafik erstellt. Der Marburger SPD hat sie anscheinend gefallen (mir auch), deshalb hatte sie die Grafik zeitweise auf ihrer Webseite veröffentlicht. Ich will ja nicht ausschließen, dass ich völlig betriebsblind bin, aber: ich finde die Kübelvoll Häme, die hier wegen so einer Kleinigkeit ausgegossen werden, schlichtweg übertrieben.

Ich kann ja verstehen, dass es teilweise extrem schwer zu glauben ist, aber: auch Partei- und Berufspolitiker haben Sinn für Humor. Was daran so schlimm sein soll, weiß ich allerdings nicht. Vielleicht helfen mir ja meine werten KommentatorInnen auf die Sprünge?

Clements Abgang. Der Komödie letzter Teil.

Schon im Dezember 2007 hat Wolfgang Clement damit gedroht, aus der SPD auszutreten. Schocken konnte er damit niemanden. Struck stellte im Januar völlig zu recht fest, Clement sei nichts ohne die SPD und forderte ein Parteiausschlussverfahren. Innerhalb diesesJahressindin diesem BlogetlicheArtikelund Kommentare erschienen, die sich mit Clements krankem Verhältnis zur SPD beschäftigt haben.

Zwischenzeitlich wurde er gerügt, dann ausgeschlossen, dann nach Einspruch von ganz oben doch nur gerügt. Und selbst das ist ihm nun wohl zuviel, deshalb ist er nun aus der SPD ausgetreten.

Warum eigentlich erst jetzt?

Neue Webseite des Ev. Kirchbauvereins

Es ist mir ein besonderes Vergnügen, darauf hinweisen zu dürfen, dass der Ev. Kirchbau- und Förderverein nun unter einer neuen Webseite zu erreichen ist. Mir persönlich liegt das Lutherhaus sehr am Herzen: dort habe ich auch schon viele schöne Stunden verbracht. Deshalb finde ich es gut, dass es renoviert wurde und bin mit der neuen Gestaltung ebenfalls hochzufrieden.

Natürlich: es ist sehr weiß, aber genau das finde ich gut. Von Einsatz zu Einsatz kann man die Räume verändern und anpassen, ohne an dunkle Farben oder ähnliche Einschränkungen gebunden zu sein.

Bundestagskandidatur von Danial Ilkhanipour: Zwischenruf von Henning Voscherau

Zwischenruf 19.11.2008 - hamburg1video
ZWISCHENRUF - mit Henning Voscherau. Henning Voscherau kommentiert die aktuellen Geschehnisse der Stadt. Hamburg 1 freut sich, den ehemaligen Bürgermeister als regelmäßigen Kommentator gewonnen zu haben. In der aktuellen Folge äußert sich Henning Voscherau zu den Vorgängen um die Bundestagskandidatur von Danial Ilkhanipour im SPD-Bezirk Eimsbüttel.

Dumme Punks

Plädoyer gegen Punks in der taz:
Punk hat der Gegenwart nichts mehr mitzuteilen. Deshalb sind Punks, die mit "Bildung für alle"-Plakaten das Foyer der Humboldt-Universität kaputthauen, auch so lächerliche Clowns. Ein paar Hiphopper hätten tatsächlich etwas bedeutet.Das nenne ich tazig!

Noch nicht aufgeräumt

Nun ist mir klar, warum Fritz Kuhn nicht in den Parteitrat der Grünen gewählt wurde: wie soll man jemanden wählen, der es noch nichtmal schafft, seine eigene Webseite aufzuräumen (via Twitter) (bzw.aufräumen zu lassen):

/* ---------- sorry, noch nich uffgerŠumt ---------- */
/* ---------- getestet auf mac: nc 4.7, 7.0 ---------- */
/* ---------- opera 5.0, 6.0 ---------- */
/* ---------- ie 5.0, 5.2.2 ---------- */
/* ---------- safari 1.0, camino 0.7, mozilla 1.0.2 ---------- *
/* ---------- getestet auf pc: ie ---------- */

Im Oktober 2001 (!) erschien übrigens der Internet Explorer 6. Wie alt(modisch) ist Kuhns Webseite eigentlich?

PISA-Studie: Sachsen überholt Bayern

Sachsens Kinder sind ja jetzt hochoffiziell und PISA-bestätigt klüger als die Kinder Bayerns. Und ich stelle entrüstet (und mit einem leichten Augenzwinkern) fest: Kaum regieren diese komischen Liberalen mit, geht der Freistaat in die Binsen!

Drama Heilmann nimmt gutes Ende

Mit der Erklärung von Lutz Heilmann in der Causa Wikipedia kann ich mich anfreunden:
Nachdem die falschen, ehrabschneidenden und deshalb mein Persönlichkeitsrecht verletzenden Inhalte weitgehend aus dem entsprechenden Artikel entfernt wurden, habe ich gegenüber dem Wikimedia e.V. erklärt, dass ich keine weiteren juristischen Schritte unternehmen werde und die Weiterleitung auf die Wikipedia-Inhalte unter http://de.wikipedia.org wieder geschaltet werden kann. Wikimedia e.V. kann also ab sofort die Inhalte der freien, nicht kommerziellen Internet-Enzyklopädie Wikipedia wieder über die URL www.wikipedia.de zugänglich machen. Ich bedaure außerordentlich, dass durch die von mir beantragte Einstweilige Verfügung des Landgerichts Lübeck die deutschen Wikipedia-Userinnen und -User in den letzten 24 Stunden keinen direkten Zugriff mehr auf die Wikipedia-Inhalte hatten. Mir ging es dabei keineswegs um Zensur, sondern schlicht um eine wahre Tatsachen-Darstellung. Der juristische Weg hat sich dafü…

Erfolgsmodell Irak?

Den Lacher des Tages liefert heute das scheinbar liberale Blog Libertas Cara:
Die Presse überschlug sich in den Vermutungen, dass Bush nach Ende der ersten Kampfhandlungen nun bald die Truppen aus dem zerstörten Land abziehen würde und dann dürften wir Deutschen wieder die Drecksarbeit machen. Die Truppen blieben. Der Irak wurde eine Erfolgsgeschichte. [Hervorhebung von mir.]Was genau an 600.000 bis zueiner Million Toteseit dem Einmarsch der amerikanischen Truppen im Irak als Erfolg anzusehen ist, weiß ich leider nicht. Saddam Hussein war ein Menschenschlächter und verabscheuungswürdiger Diktator. Keine Frage. Und es ist sicherlich gut, dass der Irak nun auf dem Weg zur Demokratie ist. Aber war der Preis nicht zu hoch? Ich denke schon.

Markt-Talibanisierung

Das Zitat des Tages liefert der hervorragende ZEIT-Journalist Jörg Lau:
Überhaupt interessant in diesen Tagen: Die Selbstzerstörungskräfte unseres Systems sind heutzutage offenbar viel größer als die äußeren Gefahren. Was wir uns durch eine falsche Risikokultur, schlechtes Management und durchgeknallten Konsumismus antun können, kann niemand überbieten, der in einer afghanischen Höhle sitzt.

PR-GAU für Linke-MdB Lutz Heilmann

Ein Paradebeispiel für misslungene Personen-PR: weil der Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann von der Linkspartei nicht wollte, dass seine Stasi-Vergangenheit prominent in der deutschen Wikipedia-Version zu finden ist(Korrektur: Es ging nicht um Heilmanns Stasi-Vergangenheit, sondern um aktuelle Falschbehauptungen.), ließ er die Weiterleitung von wikipedia.de per Gerichtsbeschluss auf wikipedia.org sperren:
Mit einstweiliger Verfügung des Landgerichts Lübeck vom 13. November 2008, erwirkt durch Lutz Heilmann, MdB (Die Linke), wird es dem Wikimedia Deutschland e.V. untersagt, "die Internetadresse wikipedia.de auf die Internetadresse de.wikipedia.org weiterzuleiten", solange "unter der Internet-Adresse de.wikipedia.org" bestimmte Äußerungen über Lutz Heilmann vorgehalten werden. Bis auf Weiteres muss das Angebot auf wikipedia.de in seiner bisherigen Form daher eingestellt werden. Der Wikimedia Deutschland e.V. wird gegen den Beschluss Widerspruch einlegen.Mal davon abg…

Hans Mommsen zur Linkspartei und zur Ost-CDU

Spitzenmäßig, was ich gerade beim Öffinger Freidenker entdeckt habe: der Historiker Prof. Dr. Hans Mommsen spricht über unsere gemeinsame Partei SPD und ihre Haltung zur Linkspartei, außerdem über die unsägliche Medienkampagne, die den Politikwechsel in Hessen verhindert hat.

Sahnestück: Mommsen stellt fest, dass es in den bürgerlichen Parteien wahrscheinlich noch einige alte Nazis gibt, so wie es in der Linkspartei wahrscheinlich noch einige Kommunisten gibt.

Seine Feststellung, die Angst der Wähler vor der Linkspartei komme ja nicht von ungefähr, sondern sei ihm von den Medien eingetrichtet worden, kann ich nur unterschreiben.

Ich konstatiere: wir brauchen mehr Historiker in der Politik.

Hollywood: Welt Online hat keine Ahnung von Filmen

Der aktuelle Top-Artikel von Welt Online ist selten dämlich. So etwas Lächerliches und Uninformiertes habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Grundaussage des Artikels: Hollywood könnte sich nicht vorstellen, dass es mal einen schwarzen Präsidenten geben würde, außerdem sei Hollywood latent rassistisch, aber zumindest paternalistisch:
Er begrüßt den Hausherrn, Secret-Service-Deckname "Liberty", freudig mit "Good Morning, Mr. President!" Es zählte noch in der ersten Amtszeit Bill Clintons zu den Höhepunkten selbst linksliberaler politischer Fantasie, dass nun die weiße Referentin dem Präsidenten rasch "Charlie!" ins Ohr flüstert. Präsident Shepherd sagt leutselig: "Morning, Charlie!" Ein weißer Präsident würdigt den schwarzen Gärtner.
...
Aber der Hollywood-Autor traute sich nicht, einen im Geiste schwarz gedachten Präsidentenbewerber tatsächlich mit einem Schwarzen zu besetzen. "West Wing" sollte ja nicht Fiktion, Fanta…

2008 Victory T-shirt

Die Demokratische Partei scheint alle ihre Resourcen aufgewandt zu haben, um den Wahlsieg Barack Obamas und vieler Senatoren und Abgeordneter abzusichern. Nun braucht sie logischerweise neues Geld.
Und ich will das Shirt. Leider bin ich kein US-Bürger und darf deshalb nicht spenden. Wann es wohl bei Ebay auftaucht? Darauf möchte ich nicht warten. Ich werde wohl lieber einen Freund fragen, ob er es für mich bestellen kann.

Exkurs: Protokollarische Rangfragen

Das Amt des Bundeskanzlers (bzw. der Bundeskanzlerin) ist nicht, wie allgemein vermutlich angenommen wird, das protokollarisch gesehen höchste Staatsamt. Angela Merkel steht vielmehr erst an dritter Stelle: vor ihr ist Bundespräsident Horst Köhler und Bundestagspräsident Norbert Lammert zu nennen. Danach folgen der Präsident des Bundesrates (z.Z. Peter Müller) und der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes Hans-Jürgen Papier.

Damit sind übrigens die fünf wichtigsten Staatsämter Deutschlands in christdemokratischer Hand. Sollte man rasch ändern.

SPON: AIG neue US-Regierung

Weiß man bei SPON mehr als im Rest der Welt und es wurde gar nicht Barack Obama zum US-Präsidenten gewählt, sondern der marode Versicherungskonzern AIG (via Twitter)?

US-Wahlnacht im Jugendzentrum Hockenheim

Die US-Wahlnacht habe ich übrigens mit guten Freunden im Jugendzentrum Hockenheim verbracht. Endlich habe ich es auch geschafft, ein paar Bilder hochzuladen.

Roman Götzmann, Vorsitzender der Jusos Baden-Württemberg, und Stefan Rebmann, Vorsitzender des DGB Rhein-Neckar, waren ebenfalls anwesend.

Eine schöne Veranstaltung: gekickert und gewiiboxt wurde auch.

Erinnerung an jüdische Bürger in Hockenheim

Heute war ich bei einer Veranstaltung der evangelischen Kirchengemeinden und des jüdischen Arbeitskreises, bei der an die Pogromnacht in Hockenheim am 9. November 1938 erinnert wurde.

Im Bürgersaal des Rathauses begrüßte Oberbürgermeister Dieter Gummer die zahlreich anwesenden Bürgerinnen und Bürger, musikalisch untermalt von 6 kleinen Sängerinnen. Dieter Gummer zitierte Altbundespräsident Richard von Weizsäcker:
Die Bitte an die jungen Menschen lautet:
Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Haß
gegen andere Menschen,
gegen Russen oder Amerikaner,
gegen Juden oder Türken,
gegen Alternative oder Konservative,
gegen Schwarz oder Weiß.
Lernen Sie miteinander zu leben, nicht gegeneinander.Der Brief des ehemaligen jüdischen Hockenheimer Bürgers Baumgarten, der heute in England lebt, verlesen von Felicitas Offenloch-Brandenburger, wirkte sehr rührend und regte zum Nachdenken an.

Danach lud Pfarrer Stefan Scholpp vor der Gedenktafel am Rathaus zum gemeinsamen Erinnern an, und wies dara…

Das liebe Gewissen

Die SPD Hessen hat die Entscheidung der Viererbande dokumentiert. Ich habe die Passage hervorgehoben, die mir besonders bemerkenswert erscheint:
Chronologischer Ablauf der Ereignisse bis zum 3.11.2008

5. August
Jürgen Walter, Carmen Everts, Nancy Faeser, Nina Hauer, Gerrit Richter als Vertreter des „Netzwerks“ treffen sich mit Andrea Ypsilanti, Gernot Grumbach, Norbert Schmitt in Eschborn.

Die Gruppe um Jürgen Walter geht mit der Grundaussage in das Gespräch: Wir sehen keine Alternative mehr zu einer rot-grünen Koalition mit Unterstützung der Linkspartei. Aber wir müssen Kriterien dafür entwickeln. Das Ziel ist: Jürgen Walter und Andrea Ypsilanti stellen gemeinsam diese Kriterien vor. Eine weitere Forderung lautet: Durchführung von Regionalkonferenzen und angemessene Beteiligung der Gruppe in personellen Angelegenheiten.

12. August
Silke Tesch erklärt vor der Fraktionssitzung gegenüber Medienvertretern: „Ich bin keine Abweichlerin“ Die Frankfurter Rundschau zitiert sie am folgenden Tag: sie…

Deutsche Manager bangen um Leib und Leben!

Schwiegermutterliebling (Nebenberuf: Ministerpräsident) Christian Wulff findet, gegen deutsche Manager dürfe man keine "Pogromstimmung" verbreiten.

Auch auf Nachfrage distanziert er sich nicht von diesem Begriff "Pogrom", der bei Wikipedia recht gut definiert ist:
Unter einem Pogrom versteht man eine gewaltsame, auch organisierte Massenausschreitung gegen Mitglieder einer religiösen, nationalen, ethnischen oder andersartig definierten Minderheit oder Gruppe einer Nationalität oder Bevölkerung, verbunden mit Plünderungen und Misshandlungen sowie Mord oder Genozid.Das muss man erstmal sacken lassen: Christian Wulff sieht Manager als Angehörige einer Minderheit an, die um Leib und Leben fürchten muss.

Der Zentralrat der Juden hat ihn aufgefordert, über Rücktritt nachzudenken. Passieren wird natürlich nichts. Maximal eine Entschuldigung ist drin. Eine billige Methode, um in die Medien zu kommen und eine Scheindebatte führen zu können.

Christian Wulff steht damit in guter T…

Der Geist von Weimar

Woran ist die Weimarer Republik unter anderem gescheitert? An ständigen Neuwahlen.

Was sollte das Grundgesetz effektiv verhindern? Ständige Neuwahlen.

Was wird nach jeder zweiten Wahl von Spitzenpolitikern aller Parteien und von Alpha-Journalisten gefordert, weil das dumme Wahlvolk nicht so abgestimmt hat, wie man es gerne hätte?

Richtig: Neuwahlen.

Kopf-an-Kopf-Rennen

Für Teile der republikanischen Partei muss der Wahlsieg Barack Obamas gleichbedeutend mit dem Weltuntergang sein:
Immer, wenn McCain einen Staat gewonnen hatte, wurde das lautstark verkündet und bejubelt – von den Obama-Etappensiegen kein Wort. So ging das noch, als schon Ohio ausgezählt und eigentlich alles klar war. Irgendwann müssen dann die ersten Partygäste heimlich auf dem Klo Handynachrichten gehört haben, denn irgendwann sprach es sich herum, und es wurde merklich leiser im Saal. Dennoch: wir haben Leute interviewt, die noch an ein Kopf-an-Kopf-Rennen glaubten, als selbst Fox News schon Obama als Sieger ausgerufen hatte.

Die sogenannte „Gewissensentscheidung“

Ich spare mir ausführliche Kommentare. Die Zitate sprechen für sich:
Jürgen Walter:

Jürgen Walter nennt die Vorbereitung des zweiten Anlaufs "ein Vorbild für innerparteiliche Demokratie.“ (...) „Lasst uns heute die Ampel auf grün stellen, damit wir die Chance haben, dass dieses Land wieder rot wird."
(Rede von Jürgen Walter auf dem Parteitag in Rotenburg a. d. F. am 4.10.2008, Quelle: SZ, 6.10.2008)

Silke Tesch:

„Ich habe nicht von Bedingungen gesprochen... Also ich bin keine Abweichlerin - fertig! Wir müssen doch mit allen Parteien reden und man muss auch mit den Linken reden, welche Vorstellungen sie haben, welche Vorstellungen die Grünen haben, das ist im Fluss und das macht Andrea Ypsilanti.“ Und hinter der Landesvorsitzenden stehe sie, betont Silke Tesch.
Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/830969/ (12.08.2008)

Dr. Carmen Everts:

„Ich brauche keine Aufforderung, Andrea Ypsilanti zu wählen. Das ist unredlich und ärgert mich. Ich finde dies als einen per…

CDU: Realwirtschaft? Braucht keiner!

Ein aktuelles Positionspapier der CDU degradiert die komplette Realwirtschaft (also VW, BASF, SAP, Audi, etc.) zu reinen Statisten des Finanzmarktes, der als "Herzstück unserer Volkswirtschaft begriffen werden" muss, "der Beschäftigung schafft, Investitionen ermöglicht, gute Renditen anbietet und so zum Nutzen aller beiträgt".

Ich bin sprachlos. So blöd kann man doch gar nicht sein.

Barack Obama, 44. US-Präsident

An diesen Tag werden wir uns unser restliches Leben erinnern. Heute, am 5. November 2008, 5 Uhr MEZ, wurde der erste Afroamerikaner zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt.

Ein historischer Moment.

Barack Obama hat jetzt die Chance, einer der wichtigsten und erfolgreichsten Präsidenten Amerikas zu werden. Amerika steht an einem Scheideweg. Barack Obama ist der richtige Mann für diesen Job.

Respekt für John McCain, der sein Leben lang seinem Land gedient hat. Der sich selbst die Mühsal des letzten Jahres auferlegt hat, trotz der Bürde, die ihm George W. Bush hinterlassen hat.

Die republikanische Partei liegt heute am Boden. Der Präsident ist Demokrat, der Kongress ist demokratisch dominiert. Wenn die Demokraten jetzt noch die magische Zahl von 60 Senatoren knacken, dann kann Barack Obama durchregieren.

Amerika ist wieder näher an der Welt.

Stellungnahme der SPD Hessen

Um das leidige Thema abzuschließen, hier noch eine Stellungnahme der SPD Hessen (via Politik und Panorama) zum Drama der Woche Hervorhebungen von mir.
Liebe Genossinnen und Genossen,

ich bedaure Euch mitteilen zu müssen, dass vier Abgeordnete der SPD-Landtagsfraktion heute in einer Pressekonferenz für alle überraschend angekündigt haben, den Beschluss des Landesparteitages vom Samstag nicht umsetzen zu wollen – darunter ein stellvertretender Landesvorsitzender, der dem Leitantrag und dem Koalitionsvertrag noch vor kurzem zugestimmt hat und diesen mit ausgehandelt hat. Landesvorstand und Landtagsfraktion haben bis eben getagt, um zu beraten, wie mit dieser Situation umzugehen ist. Dabei herrschte weitgehend Fassungslosigkeit vor.

Einig waren sich alle Anwesenden – die vier Abgeordneten sind zu beiden Sitzungen nicht erschienen – dass in der SPD eine offene Diskussion selbstverständlich sein muss. Nach zwei Parteitagen, die mit großer Mehrheit eine rot/grüne Minderheitenregierung beschloss…

Linke in der SPD

Weil es mir nicht passt, wie heute in Hessen der Politikwechsel gescheitert ist, und ich dafür die Seeheimer und ihren Politikstil verantwortlich mache, habe ich eben das Beitrittsformular zum DL21 - Forum Demokratische Linke e.V. ausgefüllt (die organisierte Linke in der SPD).

Vielleicht möchten sich geschätzte LeserInnen ja anschließen.

Hessische Viererbande

Wochenland wird debattiert und diskutiert, es wird parteitagt und beratschlagt. Und einen Tag vorher merken drei Hansel ganz plötzlich, dass sie Regierung doof finden und lieber in die Opposition wollen.

Jürgen Walter, Dagmar Metzger, Silke Tesch und Carmen Everts sollten nicht nur aus der SPD-Fraktion austreten, sondern auch gleich aus der Partei. Die FDP nimmt sie sicher.

SPONs Video-Doppelmoral

Wer ab und zu beim führenden Online-Nachrichtenportal Deutschlands (ja, leider immer noch SPIEGEL ONLINE) reinschaut, wird bemerken, dass SPON gerne Gebrauch von der Möglichkeit macht, Videos von YouTube, CNN oder sonstwoher einzubinden (aktuelles Beispiel: McCain/Palin in Comedy-Sendungen).

Der aufmerksame SPON-Leser wird aber auch schon festgestellt haben, dass das bei den ach so spannenden SPON-Videos nicht möglich ist.

Nun stellt man sich natürlich die Frage: warum? Ist die Angst bei den SPON-Machern wirklich so groß, ihre heiligen SPON-Videos könnten an ungeeignetem Ort eingebunden werden? Dass die LeserInnen nicht mehr zurückkehren könnten, sobald sie den einzigartigen SPON-Content auch anderswo bekommen?

Ich finde das peinlich. Einerseits bedient sich das größte Online-Nachrichtenportal Deutschlands schamlos an den Inhalten amerikanischer Sender (völlig richtig, dafür stellen sie diese ja auch zur Verfügung), andererseits jedoch will man auf keinen Fall etwas zurückgeben.

Videos ei…

Hitler geht immer!

Noch drei Tage ...

... dann können wir Amerika endlich wieder bewundern und lieben.

Die Bahn kommt

Mir ist ehrlich unbegreiflich, weshalb die Bahnprivatisierung nicht längst ad acta gelegt wurde und warum Mehdorn noch immer schalten und walten darf, wie er lustig ist. Noch gehört die Bahn dem Staat, also uns allen. Und dieser Mehdorn zeigt uns allen Tag für Tag mit seinen Unverschämtheiten den Stinkefinger: Fahrpreiserhöhung, unverständliches Denglisch-Kauderwelsch auf Bahnhöfen, Erfolgsboni im Falle eines erfolgreichen Börsenganges.

Was muss eigentlich noch alles passieren, bis der Kerl rausgeworfen wird? (Tiefensee hat sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert.)

"It's just an election"

Mal wieder ein großartiges Video bei Jörg Lau entdeckt: Bill Kristol in der Daily Show im Gespräch mit Jon Stewart.



Auch sehr lustig: Bill Kristol wirft Jon Stewart vor, er würde zuviel die New York Times lesen; woraufhin Jon Stewart ihn ein wenig erstaunt darauf hinweist, dass er (Bill Kristol) für die New York Times arbeitet.

Wie langweilig sind dagegen unsere politischen "Debatten" im Fernsehen. Anne Sabine Will Christiansen und Co. dürften in den USA wahrscheinlich maximal den Kaffee für die Politik-TV-Stars kochen. Und auch das nur unter Aufsicht.

Finkeldeys Finanzballade

Vorhin beim Che entdeckt: die Finanzballade von Hartmut Finkeldey. Hat das Zeug zu einem modernen Klassiker.

1
Merkel, Steinbrück sind empört.
Jeder von den beiden schwört:
"Die Vorwürfe? Ganz ungerecht!
Heldisch ging es ins Gefecht,
gegen die Entfesslungswut
zeigten wir stets wahren Mut!"
Egal, dass sie Gesetze machten,
die den Märkten Freude brachten:
Derivate, Fonds, Verbrieftes,
ein geniales und gewieftes
Innovativ-Finanzprodukt.
Da hat man nicht genau geguckt.
Denn wenn im Ministerium
Externe sich ganz schwungvoll um
den Finanzmarkt kümmern, dann
sitzt da schon der rechte Mann.
Für das Ändern von Gesetzen,
die den Markt in Rausch versetzten,
will sich auch jetzt kein Finger regen:
"Wir waren immer schon dagegen!"

2
Der deutsche VWL-Prof mit
besorgter Miene, leisem Schritt
baut er sich vor der Presse auf,
klärt eloquent der Welten Lauf:
"Im Weltmarkt müssen wir bestehn.
Deutschland wird sonst untergehn.
Alternativlos gilt es drum:
Wir schmeißen alle Regeln um.
Die Arbeit hier ist viel z…

Obama: unstoppbar

Jörg Schönenborn ist im Tagesschau-Blog meiner Meinung: Obama kann nicht mehr verlieren.
Die Frage, die auch hier von morgens bis abends diskutiert wird: Kann Obama noch verlieren? Ich studiere seit Tagen die Daten der amerikanischen Kollegen. Und ich sehe nicht, wie dieses Rennen noch kippen sollte. Obama führt klar in allen Staaten, die die Demokraten auch 2004 geholt haben. Das sichert ihm schon mal die 252 Wahlmännerstimmen, die Kerry auch hatte. Zwei sogenannte „Red States“ (Staaten, in denen Bush gewonnen hat) sind längst gekippt: New Mexico und Iowa mit zusammen 12 Wahlmännern – macht 264. Fehlen ganze sechs Stimmen, um Präsident zu werden. Es reicht also, wenn Obama nur in einem der zahlreichen Swing States gewinnt, in denen er knappen Umfragenvorsprung hat: Indiana, Ohio, Virginia oder Florida.