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Hollywood: Welt Online hat keine Ahnung von Filmen

Der aktuelle Top-Artikel von Welt Online ist selten dämlich. So etwas Lächerliches und Uninformiertes habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Grundaussage des Artikels: Hollywood könnte sich nicht vorstellen, dass es mal einen schwarzen Präsidenten geben würde, außerdem sei Hollywood latent rassistisch, aber zumindest paternalistisch:
Er begrüßt den Hausherrn, Secret-Service-Deckname "Liberty", freudig mit "Good Morning, Mr. President!" Es zählte noch in der ersten Amtszeit Bill Clintons zu den Höhepunkten selbst linksliberaler politischer Fantasie, dass nun die weiße Referentin dem Präsidenten rasch "Charlie!" ins Ohr flüstert. Präsident Shepherd sagt leutselig: "Morning, Charlie!" Ein weißer Präsident würdigt den schwarzen Gärtner.
...
Aber der Hollywood-Autor traute sich nicht, einen im Geiste schwarz gedachten Präsidentenbewerber tatsächlich mit einem Schwarzen zu besetzen. "West Wing" sollte ja nicht Fiktion, Fantasie, Traumfabrik sein, sondern wirklichkeitsgetreu.

Und nun habe Obama Hollywood widerlegt. Aha. Vielleicht sollte jemand den Welt-Journalisten Torsten Krauel auf die Serie "24" hinweisen. Oder auf den Film "Deep Impact" mit Morgan Freeman. Oder auf "The Man" von 1972 mit James Earl Jones. Die Gemeinsamkeit? In diesen drei Hollywood-Produkten spielt ein Schwarzen den Präsidenten. Und es gibt noch etliche mehr.

Und das Lustigste überhaupt an diesem Artikel: vor einer Woche erschien in der gleichen Zeitung ein Artikel, der das genaue Gegenteil schlussfolgerte, nämlich dass Hollywood schwarze Präsidenten liebt.

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Quelle

BADABOOM!

Zur Zusammenarbeit von CDU und Linkspartei

Weil gerade auf Twitter einige CDU-Nachwuchspolitiker vor Kraft kaum mehr laufen können und rumproleten, dass es niemals auch nur irgendeine Zusammenarbeit zwischen CDU und Linkspartei gäbe, erlaube ich mir, auf einen schon etwas älteren Blog-Eintrag von Michael Neumann hinzuweisen : In Zwickau sind Absprachen zwischen CDU und Linkspartei Alltag. So wurde der Zwickauer Bevölkerung in einer Zeitungsanzeige, in der die CDU gemeinsam mit der Linkspartei sowie der „AG Zwickau“ (Wählervereinigung) für die Streichung von zwei der fünf Beigeordnetenposten warb, mitgeteilt: „Diese drei Fraktionen vertreten (…) den überwiegenden politischen Willen und sind gemeinsam in der Lage, diesen in Beschlüsse münden zu lassen.“ (Wochenspiegel, 23.4.2008, FAZ, 10.6.2008). In Cottbus kandidierte im Oktober 2006 der CDU-Politiker Holger Kelch unter dem Dach eines Wahlbündnisses mit der damaligen Linkspartei.PDS für das Amt des Oberbürgermeisters. Er verlor zwar gegen den Kandidaten der SPD, Frank Szymanski.