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Sonntag, 20. Januar 2008

Atomlobbyist Clement

Wenn man glaubt, es kann nicht mehr alberner werden, wird man schnell eines Besseren belehrt: da erdreistet sich Clement doch glatt, zu behaupten, er würde Positionen verteidigen, für die er sein Leben lang gekämpft habe und dass er keine Lobbyarbeit betreibe. Schmutziges Atomlobbyistengeld scheint den Geist zu vernebeln.

Neben vielen anderen klugen Kommentaren und Beiträgen zu dieser Thematik von aktuellen SPD-Spitzenkräften sind mir besonders Ralf Stegner und Peter Struck positiv aufgefallen: Stegner brachte den obligatorischen Fußball-Vergleich, der jedoch zur Abwechslung mal perfekt passt: „Wer aufs eigene Tor schießt, sollte gehen, ehe er hinausgeworfen wird.“ Außerdem stellt er fest, dass einem Lobbyisten für Atomstrom niemand eine Träne hinterher weine. Struck fordert direkt ein Parteiausschlussverfahren und stellt fest, dass Clement nichts ohne die SPD wäre. Deutlicher (und wahrer!) kann man es kaum ausdrücken.

Es ist traurig, mit ansehen zu müssen, wie sich ein verdienter Politiker am Ende seiner Karriere selbst demontiert. Geld stinkt eben manchmal doch.