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Dummer Stein!

Vielleicht muss die Liste der 20 schlimmsten Gotteslästerungen demnächst um einen weiteren Punkt erweitert werden: in Berlin musste eine Satireaustellung der Gruppe Surrend geschlossen werden, weil man es wagte, ein Bild der Kaaba mit der Überschrift Dummer Stein zu präsentieren. Die Mitarbeiter wurden bedroht, es wurden fliegende Steine angekündigt, man fürchtete um Leib und Leben der Angestellten. Am Montag soll die Ausstellung vielleicht wieder eröffnet werden, allerdings nur unter Polizeischutz.

Etwas stimmt hier nicht. Protest ist in Ordnung, aber er muss friedlich bleiben. Die Kunstfreiheit ist ein wertvolles Gut, das nicht hoch genug geschätzt werden kann. Solche Auswüchse werfen ein schlechtes Licht auf die muslimische Gemeinde in Deutschland und sind Wasser auf den Mühlen der antidemokratischen und islamophoben Kräfte hierzulande. Es wäre meines Erachtens wünschenswert, würden sich die offiziellen Vertreter der deutschen Muslime von Gewaltdrohungen jeglicher Art ausdrücklich distanzieren.

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Schöffen leben gefährlich

Der Artikel ist zwar noch etwas älter vom 13.3., aber so skurril, dass ich geradezu darauf verweisen muss : Seit rund fünf Jahren arbeitet der Pensionär Peter Wenske-Wallner als ehrenamtlicher Schöffe am Amtsgericht Mainz. Zu Beginn jeden Jahres, so auch in 2007, erhielt er seine Liste mit den möglichen Terminen. Diesen folgen dann konkrete Einladungen, jeweils zweifach per Post und per Bote. So erreichte ihn auch die Einladung zum Gerichtstermin am 23. Oktober 2007. Und dann passierte Wenske-Wallner ein Versehen: Er trug diesen Termin in seinem persönlichen Kalender auf den 24. Oktober ein. [...] Nach nicht weniger als gut 15 Monaten, datiert vom 5. Februar 2009, traf an Wenske-Wallners Privatadresse ein Brief mit der Mitteilung eines “Kostenbeschlusses“ ein, ein paar Tage später der Kostenbescheid über genau 803,50 Euro. Per E-Mail teilte er unverzüglich mit, dass er lieber in das Gefängnis geht. Denn die Geldstrafe liegt höher als seine monatliche Nettorente. Nachdem er dies auch no

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