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Verkehrte Welt

Nun dreht Liechtenstein völlig am Rad: in ganz Europa ist Steuerhinterziehung eine Straftat, nur in Liechtenstein betrachtet man das als ähnlich harmlos wie ein Verkehrsdelikt. Plötzlich ist der BND der Buhmann, der unrechtmäßig gestohlene Daten erworben hat und das arme Liechtenstein das Opfer. Was soll man auf solche Vorwürfe denn bitte ernsthaft antworten? Abgesehen von „Werter Herr, Sie sind nicht ganz bei Trost“, natürlich.

Gleichzeitig wird in einigen libertären Blogs Steuerhinterziehung als Menschenrecht betrachtet. Wie weltfremd muss man sein, um so einen Quatsch tatsächlich zu schreiben und es auch noch so zu meinen? „Nette Satire“, denkt man, um dann geschockt festzustellen: das ist kein Witz. So verdrehte Menschen gibt es tatsächlich.

Wir schlussfolgern ergo folgerichtig:

Freiheit ist Sklaverei.
Unwissenheit ist Stärke.
Steuerhinterziehung ist Menschenrecht.

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Totale und geschützte Freiheit: GPL und BSD

Der Platzhirsch unter den Freie-Software-Lizenzen ist die GPL, die GNU General Public Licence. Sie wurde hauptsächtlich von Richard Stallman geschrieben, dem Gründer des GNU-Projekts, und kann ohne Übertreibung als „größter Hack in der Geschichte des Urheberrechts“ bezeichnet werden.

Die GPL hat das Ziel, so viel Software wie möglich zu Freier Software zu machen; die Entscheidung, die GPL zu verwenden, ist somit auch immer ein Stück weit ideologisch motiviert. Im Gegensatz zur GPL haben BSD-artige Lizenzen kein Copyleft; dies bedeutet, dass davon abgeleitete Software nicht unter der gleichen Lizenz stehen muss. GPL-geschützte Software hingegen macht jegliches Programm, das auf GPL-Quelltext zurückgreift, ebenfalls zu GPL-Software. Diese Eigenschaft wird von Microsoft gerne als „virusartig“ und Linux als „Krebsgeschwür“ beschrieben. Im Grunde genommen die übliche Mircosoft’sche FUD-Politik, die das Ziel hat, gezielt Fehlinformationen zu verstreuen und potenzielle Nutzer abzuschrecken. E…

Zur Zusammenarbeit von CDU und Linkspartei

Weil gerade auf Twitter einige CDU-Nachwuchspolitiker vor Kraft kaum mehr laufen können und rumproleten, dass es niemals auch nur irgendeine Zusammenarbeit zwischen CDU und Linkspartei gäbe, erlaube ich mir, auf einen schon etwas älteren Blog-Eintrag von Michael Neumann hinzuweisen:
In Zwickau sind Absprachen zwischen CDU und Linkspartei Alltag. So wurde der Zwickauer Bevölkerung in einer Zeitungsanzeige, in der die CDU gemeinsam mit der Linkspartei sowie der „AG Zwickau“ (Wählervereinigung) für die Streichung von zwei der fünf Beigeordnetenposten warb, mitgeteilt: „Diese drei Fraktionen vertreten (…) den überwiegenden politischen Willen und sind gemeinsam in der Lage, diesen in Beschlüsse münden zu lassen.“ (Wochenspiegel, 23.4.2008, FAZ, 10.6.2008).

In Cottbus kandidierte im Oktober 2006 der CDU-Politiker Holger Kelch unter dem Dach eines Wahlbündnisses mit der damaligen Linkspartei.PDS für das Amt des Oberbürgermeisters. Er verlor zwar gegen den Kandidaten der SPD, Frank Szymanski. D…

BADABOOM!