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Dienstag, 11. März 2008

Hillarys letzter Trick?

Ich bin mir mittlerweile nicht mehr so sicher, ob es Clinton doch noch gegen Obama schaffen wird, trotz der Schützenhilfe von Jack Nicholson; ob es in dieser angespannten Lage jedoch die richtige Entscheidung ist, die eh schon viel zu komplizierten Vorwahlen noch weiter zu verkomplizieren und zu behaupten, dass alle Delegierten in ihrer Entscheidung vollkommen frei wären und nicht etwa nur die Superdelegierten, das wage ich zu bezweifeln. Hillary Clinton dürfte sich keinen Gefallen tun, wenn sie die demokratische Partei mit derlei unorthodoxen Vorstößen weiter spaltet.

Ich persönlich denke, dass es für die Amerikaner besser wäre, wenn Hillary Clinton die nächste Präsidenten würde, da vor allem ihr Plan für die Millionen von Amerikanern ohne Gesundheitsversicherung wegweisend wäre; für uns hier ist es eh relativ egal, ob es Barack Obama, Hillary Clinton oder John McCain wird: im Groben und Ganzen stehen sie sich in der Außenpolitik relativ nahe, wenn man mal von der Irak-Frage absieht. Doch auch hier gilt es zu bedenken: weder Obama noch Clinton können die Truppen im Irak auf einen Schlag abziehen, wenn sie die Region nicht im Bürgerkrieg versinken lassen wollen.

Sei es, wie es sei: wenn die Demokraten ihre Chance auf die Präsidentschaft nicht verspielen wollen, sollten sie sich so schnell wie möglich auf einen Kandidaten einigen. McCain ist zwar bei den Konservativen umstritten, kann jedoch auch bei liberalen Wählern punkten: dies umso mehr, wenn die demokratische Partei keine klare Linie erkennen lässt (Ähnlichkeiten zur SPD sind rein zufällig und nicht geplant).