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Petition für Offene Standards

Citizens and stakeholder groups should not have to use the software of a single company in order to communicate with their elected officials or participate in the legislative process. All companies should be given the chance to compete freely for contracts to supply ICT services to the European Parliament. I am a citizen of the EU, and I want the European Parliament to adopt the use of open standards and to promote interoperability in the ICT sector. (Zusammenfassung der Open-Parliament-Petition)

Bürgerinnen, Bürger und Firmen sollten nicht die Software einer einzelnen Firma nutzen müssen, um mit ihren gewählten Vertretern zu kommunizieren oder am gesetzgebenden Prozess teilzunehmen. Alle Unternehmen sollten die Möglichkeit haben, frei um Verträge für Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie zu konkurrieren. Als Bürger der EU verlange ich vom Europäischen Parlament, offene Standards zu nutzen und Interoperabilität im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie zu fördern. (Übersetzung: Christian Soeder)

Eine berechtigte Forderung, der ich mich gerne anschließe. Elmar Geese, Vorsitzender des deutschen Linux-Verbands, hat schließlich schlicht und ergreifend Recht: „Wer sich in die Abhängigkeit von Monopolisten begibt, die auch Strafen in Milliardenhöhe locker aus der Portokasse bezahlen, gefährdet den Wettbewerb.“ Und Wettbewerb, das wissen Neocons, Marxisten und auch Bürokraten, ist gut. Die Milliardenstrafe für Microsoft kann da nur der erste Schritt sein, weitere müssen folgen: dazu gehört, echte Standards wie ODT zu fördern und Pseudo-Standards wie OpenXML abzulehnen.

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Totale und geschützte Freiheit: GPL und BSD

Der Platzhirsch unter den Freie-Software-Lizenzen ist die GPL, die GNU General Public Licence. Sie wurde hauptsächtlich von Richard Stallman geschrieben, dem Gründer des GNU-Projekts, und kann ohne Übertreibung als „größter Hack in der Geschichte des Urheberrechts“ bezeichnet werden.

Die GPL hat das Ziel, so viel Software wie möglich zu Freier Software zu machen; die Entscheidung, die GPL zu verwenden, ist somit auch immer ein Stück weit ideologisch motiviert. Im Gegensatz zur GPL haben BSD-artige Lizenzen kein Copyleft; dies bedeutet, dass davon abgeleitete Software nicht unter der gleichen Lizenz stehen muss. GPL-geschützte Software hingegen macht jegliches Programm, das auf GPL-Quelltext zurückgreift, ebenfalls zu GPL-Software. Diese Eigenschaft wird von Microsoft gerne als „virusartig“ und Linux als „Krebsgeschwür“ beschrieben. Im Grunde genommen die übliche Mircosoft’sche FUD-Politik, die das Ziel hat, gezielt Fehlinformationen zu verstreuen und potenzielle Nutzer abzuschrecken. E…

Zur Zusammenarbeit von CDU und Linkspartei

Weil gerade auf Twitter einige CDU-Nachwuchspolitiker vor Kraft kaum mehr laufen können und rumproleten, dass es niemals auch nur irgendeine Zusammenarbeit zwischen CDU und Linkspartei gäbe, erlaube ich mir, auf einen schon etwas älteren Blog-Eintrag von Michael Neumann hinzuweisen:
In Zwickau sind Absprachen zwischen CDU und Linkspartei Alltag. So wurde der Zwickauer Bevölkerung in einer Zeitungsanzeige, in der die CDU gemeinsam mit der Linkspartei sowie der „AG Zwickau“ (Wählervereinigung) für die Streichung von zwei der fünf Beigeordnetenposten warb, mitgeteilt: „Diese drei Fraktionen vertreten (…) den überwiegenden politischen Willen und sind gemeinsam in der Lage, diesen in Beschlüsse münden zu lassen.“ (Wochenspiegel, 23.4.2008, FAZ, 10.6.2008).

In Cottbus kandidierte im Oktober 2006 der CDU-Politiker Holger Kelch unter dem Dach eines Wahlbündnisses mit der damaligen Linkspartei.PDS für das Amt des Oberbürgermeisters. Er verlor zwar gegen den Kandidaten der SPD, Frank Szymanski. D…

BADABOOM!