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Unerwartet: Juso-Bundesvorsitzende schreibt für die Welt am Sonntag

Wer hätte das gedacht: Franziska Drohsel, die für ihre Mitgliedschaft in der angeblich linksextremen Roten Hilfe unter starker Kritik stand, die sogar schon bei den linken Jusos als sehr links gilt, hat für das rechtskonservative Springer-Blatt Welt am Sonntag einen Gastbeitrag verfasst. Nun ist es natürlich möglich, dass die anderen großen Zeitungen kein Interesse hatten, ihre für mich nicht sonderlich neue Kritik an Teilen der Linken abzudrucken, was diese natürlich nicht weniger wichtig macht, andererseits halte ich persönlicher es für weitaus wahrscheinlicher, dass sie bewusst die Welt am Sonntag als Medium gewählt hat: der durchschnittliche WAMS-Leser dürfte nicht wenig erstaunt gewesen sein, einen Gastbeitrag der Bundesvorsitzenden der Jusos im konservativen Stammblatt vorzufinden. Und hier würde es mich nicht wundern, wenn der eine oder andere Leser Franziskas Aussagen zumindest insgeheim zustimmte.

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Totale und geschützte Freiheit: GPL und BSD

Der Platzhirsch unter den Freie-Software-Lizenzen ist die GPL, die GNU General Public Licence. Sie wurde hauptsächtlich von Richard Stallman geschrieben, dem Gründer des GNU-Projekts, und kann ohne Übertreibung als „größter Hack in der Geschichte des Urheberrechts“ bezeichnet werden.

Die GPL hat das Ziel, so viel Software wie möglich zu Freier Software zu machen; die Entscheidung, die GPL zu verwenden, ist somit auch immer ein Stück weit ideologisch motiviert. Im Gegensatz zur GPL haben BSD-artige Lizenzen kein Copyleft; dies bedeutet, dass davon abgeleitete Software nicht unter der gleichen Lizenz stehen muss. GPL-geschützte Software hingegen macht jegliches Programm, das auf GPL-Quelltext zurückgreift, ebenfalls zu GPL-Software. Diese Eigenschaft wird von Microsoft gerne als „virusartig“ und Linux als „Krebsgeschwür“ beschrieben. Im Grunde genommen die übliche Mircosoft’sche FUD-Politik, die das Ziel hat, gezielt Fehlinformationen zu verstreuen und potenzielle Nutzer abzuschrecken. E…

Zur Zusammenarbeit von CDU und Linkspartei

Weil gerade auf Twitter einige CDU-Nachwuchspolitiker vor Kraft kaum mehr laufen können und rumproleten, dass es niemals auch nur irgendeine Zusammenarbeit zwischen CDU und Linkspartei gäbe, erlaube ich mir, auf einen schon etwas älteren Blog-Eintrag von Michael Neumann hinzuweisen:
In Zwickau sind Absprachen zwischen CDU und Linkspartei Alltag. So wurde der Zwickauer Bevölkerung in einer Zeitungsanzeige, in der die CDU gemeinsam mit der Linkspartei sowie der „AG Zwickau“ (Wählervereinigung) für die Streichung von zwei der fünf Beigeordnetenposten warb, mitgeteilt: „Diese drei Fraktionen vertreten (…) den überwiegenden politischen Willen und sind gemeinsam in der Lage, diesen in Beschlüsse münden zu lassen.“ (Wochenspiegel, 23.4.2008, FAZ, 10.6.2008).

In Cottbus kandidierte im Oktober 2006 der CDU-Politiker Holger Kelch unter dem Dach eines Wahlbündnisses mit der damaligen Linkspartei.PDS für das Amt des Oberbürgermeisters. Er verlor zwar gegen den Kandidaten der SPD, Frank Szymanski. D…

BADABOOM!