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„Mit 25 kann man schon mal etwas unsinniges sagen“

Stellen wir uns mal vor, die Juso-Bundesvorsitzende forderte doppeltes Wahlrecht für Schüler und Studenten, damit sich diese besser gegen die Widrigkeiten der bösen Welt und der Wirtschaft wehren können: würde da der nette Herr Heiner Geißler, CDU-Politikrentner und gerne gesehener Talkshow-Gast, ebenfalls Milde walten lassen und feststellen, dass man mit 25 schon mal was Unsinniges sagen könne? Wahrscheinlich nicht, wage ich zu behaupten. Möchtegern-Leistungsträger Gottfried Ludewig, der in der Vergangenheit durch Spalterei und Sähens von Unfrieden aufgefallen ist, hat wirklich Glück, dass seine abstrusen Forderungen nach einem Zwei-Klassen-Wahlrecht im aktuellen politischen Klima auf fruchtbaren Boden fallen. Wer einen Aufschrei der Empörung erwartet, wenn ein RCDS-Bundesvorsitzender vollkommenes Unverständnis vom Demokratie offenbart, muss in einem Land enttäuscht werden, in dem ein ehemaliger Bundespräsident ungestraft vor einer Rentner-Demokratie warnen darf.

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BADABOOM!

Zur Zusammenarbeit von CDU und Linkspartei

Weil gerade auf Twitter einige CDU-Nachwuchspolitiker vor Kraft kaum mehr laufen können und rumproleten, dass es niemals auch nur irgendeine Zusammenarbeit zwischen CDU und Linkspartei gäbe, erlaube ich mir, auf einen schon etwas älteren Blog-Eintrag von Michael Neumann hinzuweisen : In Zwickau sind Absprachen zwischen CDU und Linkspartei Alltag. So wurde der Zwickauer Bevölkerung in einer Zeitungsanzeige, in der die CDU gemeinsam mit der Linkspartei sowie der „AG Zwickau“ (Wählervereinigung) für die Streichung von zwei der fünf Beigeordnetenposten warb, mitgeteilt: „Diese drei Fraktionen vertreten (…) den überwiegenden politischen Willen und sind gemeinsam in der Lage, diesen in Beschlüsse münden zu lassen.“ (Wochenspiegel, 23.4.2008, FAZ, 10.6.2008). In Cottbus kandidierte im Oktober 2006 der CDU-Politiker Holger Kelch unter dem Dach eines Wahlbündnisses mit der damaligen Linkspartei.PDS für das Amt des Oberbürgermeisters. Er verlor zwar gegen den Kandidaten der SPD, Frank Szymanski.