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Ihr macht Gute Arbeit!

An den deutschen Hochschulen arbeiten etwa 100.000 Studierende als studentische Beschäftigte - in Bibliotheken und Laboren, als TutorInnen in Lehrveranstaltungen oder als Hilfskräfte für ProfessorInnen. Damit stellen studentische Beschäftigte eine wesentliche Säule für den gesamten Hochschul- und Wissenschaftsbetrieb dar - ohne ihre wichtige Mitarbeit würden Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen nicht funktionieren.

Dennoch sind die Arbeitsverhältnisse von studentischen Beschäftigten in vielerlei Hinsicht miserabel. Ein Großteil arbeitsrechtlicher Grundlagen scheint für Studierende nicht zu gelten: Sie erhalten in vielen Fällen kein Urlaubsgeld, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, keine Erstattung geleisteter Überstunden. Personalrat, Kündigungsschutz, Mutterschaftsurlaub? Fehlanzeige. Arbeitsverträge werden in der Regel nur für mehrere Wochen oder Monate abgeschlossen und dann bei Bedarf verlängert, wodurch jegliche Planungssicherheit für Studierende verloren geht. Und der gezahlte Stundenlohn variiert von Land zu Land und Hochschule zu Hochschule: Oft kriegen Studierende gerade einmal 5 Euro pro Stunde, und außerhalb Berlins ist die maximale Vergütung auf 8,02 Euro begrenzt - unverändert seit 1993!

Gute Aktion, hinter der ich voll stehe.

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Totale und geschützte Freiheit: GPL und BSD

Der Platzhirsch unter den Freie-Software-Lizenzen ist die GPL, die GNU General Public Licence. Sie wurde hauptsächtlich von Richard Stallman geschrieben, dem Gründer des GNU-Projekts, und kann ohne Übertreibung als „größter Hack in der Geschichte des Urheberrechts“ bezeichnet werden.

Die GPL hat das Ziel, so viel Software wie möglich zu Freier Software zu machen; die Entscheidung, die GPL zu verwenden, ist somit auch immer ein Stück weit ideologisch motiviert. Im Gegensatz zur GPL haben BSD-artige Lizenzen kein Copyleft; dies bedeutet, dass davon abgeleitete Software nicht unter der gleichen Lizenz stehen muss. GPL-geschützte Software hingegen macht jegliches Programm, das auf GPL-Quelltext zurückgreift, ebenfalls zu GPL-Software. Diese Eigenschaft wird von Microsoft gerne als „virusartig“ und Linux als „Krebsgeschwür“ beschrieben. Im Grunde genommen die übliche Mircosoft’sche FUD-Politik, die das Ziel hat, gezielt Fehlinformationen zu verstreuen und potenzielle Nutzer abzuschrecken. E…

Zur Zusammenarbeit von CDU und Linkspartei

Weil gerade auf Twitter einige CDU-Nachwuchspolitiker vor Kraft kaum mehr laufen können und rumproleten, dass es niemals auch nur irgendeine Zusammenarbeit zwischen CDU und Linkspartei gäbe, erlaube ich mir, auf einen schon etwas älteren Blog-Eintrag von Michael Neumann hinzuweisen:
In Zwickau sind Absprachen zwischen CDU und Linkspartei Alltag. So wurde der Zwickauer Bevölkerung in einer Zeitungsanzeige, in der die CDU gemeinsam mit der Linkspartei sowie der „AG Zwickau“ (Wählervereinigung) für die Streichung von zwei der fünf Beigeordnetenposten warb, mitgeteilt: „Diese drei Fraktionen vertreten (…) den überwiegenden politischen Willen und sind gemeinsam in der Lage, diesen in Beschlüsse münden zu lassen.“ (Wochenspiegel, 23.4.2008, FAZ, 10.6.2008).

In Cottbus kandidierte im Oktober 2006 der CDU-Politiker Holger Kelch unter dem Dach eines Wahlbündnisses mit der damaligen Linkspartei.PDS für das Amt des Oberbürgermeisters. Er verlor zwar gegen den Kandidaten der SPD, Frank Szymanski. D…

BADABOOM!