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Mathias Brodkorb im Gespräch mit Prof. Dr. Egon Flaig

Den Störungsmelder lese ich regelmäßig, mit gutem Grund: dort sind immer wieder spannende und interessante Diskussionsansätze zu finden. Aktuell ist dort gerade ein Interview mit Althistoriker Prof. Dr. Egon Flaig zu finden, der wegen eines wissenschaftlichen Aufsatzes Beifall von der rechten Seite bekam, sich von dieser jedoch nicht vereinnahmen lassen will. Sehr, sehr lesenswert.
ENDSTATION RECHTS.: Hätte also die Linke nach Ihrer Meinung aus der „deutschen“ eine “humanistische Leitkultur” machen müssen?

Prof. Flaig: Das wäre sinnvoll gewesen. Stattdessen hat sie dem Kulturrelativismus gehuldigt. Der Relativismus erweckt dabei zunächst den Eindruck der Vielfalt und der Toleranz: Alle Kulturen und kulturellen Ausdrücke sind angeblich gleich viel wert und gleichberechtigt. Aber damit geraten wir genau in das oben angesprochene Dilemma: Wenn das auf alle zutreffen soll, dann natürlich auch auf menschenrechts-feindliche Strömungen, Religionen und Bewegungen. Wenn es keine unverrückbaren ethischen Normen gibt, die für alle gelten, wenn alles erlaubt ist, dann kann auch niemand mehr sinnvoll gegen den Nationalsozialismus argumentieren. Und was gibt es Blamableres, als dass die Linke keinerlei Argumente mehr gegen Nazis hat, weil ihr ihre eigenen ethischen Kriterien abhanden gekommen sind – durch eine radikale ‚Toleranz’, die grundsätzlich kultur-relativistisch und somit menschenrechtsfeindlich ist?

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Zur Zusammenarbeit von CDU und Linkspartei

Weil gerade auf Twitter einige CDU-Nachwuchspolitiker vor Kraft kaum mehr laufen können und rumproleten, dass es niemals auch nur irgendeine Zusammenarbeit zwischen CDU und Linkspartei gäbe, erlaube ich mir, auf einen schon etwas älteren Blog-Eintrag von Michael Neumann hinzuweisen : In Zwickau sind Absprachen zwischen CDU und Linkspartei Alltag. So wurde der Zwickauer Bevölkerung in einer Zeitungsanzeige, in der die CDU gemeinsam mit der Linkspartei sowie der „AG Zwickau“ (Wählervereinigung) für die Streichung von zwei der fünf Beigeordnetenposten warb, mitgeteilt: „Diese drei Fraktionen vertreten (…) den überwiegenden politischen Willen und sind gemeinsam in der Lage, diesen in Beschlüsse münden zu lassen.“ (Wochenspiegel, 23.4.2008, FAZ, 10.6.2008). In Cottbus kandidierte im Oktober 2006 der CDU-Politiker Holger Kelch unter dem Dach eines Wahlbündnisses mit der damaligen Linkspartei.PDS für das Amt des Oberbürgermeisters. Er verlor zwar gegen den Kandidaten der SPD, Frank Szymanski.

BADABOOM!

Präsident Obama umarmt Gabrielle Giffords

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