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Atomkraft-Populismus

Fassen wir mal zusammen, was alles gegen Atomkraft spricht:
  • Die Endlagerung des radioaktiven Mülls ist noch lange nicht geklärt. Wenn Präsident Bush treudoof der Meinung ist, die Wissenschaft werde da schon noch eine Lösung finden und man solle bis dahin einfach mal machen, ist das schön für ihn - ein brauchbares Argument ist es indessen nicht.
  • Die weltweiten Vorräte an Uran sind begrenzt (atomkraftfreundliche Quellen sprechen von 200 Jahren, atomkraftfeindliche Quellen von 60 - natürlich nur bei gleichbleibendem Nutzungsgrad, nicht bei ansteigendem). Atomkraft ist also mitnichten eine regenerative Energiequelle, wie verschiedentlich von Apologeten verkündet wird
  • Deutschland hat keinerlei eigene Uran-Vorräte. Jede Abhängigkeit von Uran ist eine 100-prozentige Abhängigkeit und somit schlichtweg gefährlich für die Wirtschaft, da die Energieversorgung eine elementare ist.
  • Atomstrom ist teuer. Ohne die staatlichen Subventionen der Vergangenheit hätte kein Konzern auch nur ein einziges Atomkraftwerk gebaut. Weltweit werden Atomkraftwerke immer nur mit staatlichen Subventionen errichtet. Nur weil die Kraftwerke in Deutschland längst abgeschrieben sind, sind die Preise relativ niedrig - jeder Cent, den die Großen Vier in Deutschland mit Atomkraft erwirtschaften, ist Reingewinn. Investitionen finden keine statt.
  • Der menschliche Faktor spielt auch eine Rolle: Störfälle gibt es immer. Alte Kraftwerke sind eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit.
Alles bekannte Faktoren. Und trotzdem erdreistet sich die Populismus-Kanzlerin, mit den Ängsten und Nöten der Menschen zu spielen, die sich natürlich Sorgen machen, wenn sie ständig von steigenden Energiepreisen lesen. Die SPD muss hier hart bleiben und dem Ausstieg aus dem Ausstieg eine klare Absage erteilen: weil der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht geschwächt werden darf und weil Atomkraft gefährlich ist.

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Quelle

BADABOOM!

Zur Zusammenarbeit von CDU und Linkspartei

Weil gerade auf Twitter einige CDU-Nachwuchspolitiker vor Kraft kaum mehr laufen können und rumproleten, dass es niemals auch nur irgendeine Zusammenarbeit zwischen CDU und Linkspartei gäbe, erlaube ich mir, auf einen schon etwas älteren Blog-Eintrag von Michael Neumann hinzuweisen : In Zwickau sind Absprachen zwischen CDU und Linkspartei Alltag. So wurde der Zwickauer Bevölkerung in einer Zeitungsanzeige, in der die CDU gemeinsam mit der Linkspartei sowie der „AG Zwickau“ (Wählervereinigung) für die Streichung von zwei der fünf Beigeordnetenposten warb, mitgeteilt: „Diese drei Fraktionen vertreten (…) den überwiegenden politischen Willen und sind gemeinsam in der Lage, diesen in Beschlüsse münden zu lassen.“ (Wochenspiegel, 23.4.2008, FAZ, 10.6.2008). In Cottbus kandidierte im Oktober 2006 der CDU-Politiker Holger Kelch unter dem Dach eines Wahlbündnisses mit der damaligen Linkspartei.PDS für das Amt des Oberbürgermeisters. Er verlor zwar gegen den Kandidaten der SPD, Frank Szymanski.