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BILD legt potenziellen US-Präsidenten rein

Eines kann man der BILD nicht vorwerfen: sie hat keine Angst vor großen Namen. Der Artikel der Jung-Journalistin Judith Bonesky über ihr Treffen mit Barack Obama wird in amerikanischen Blogs zwar in der Luft zerrissen, was sie aber locker wegstecken dürfte: sie hat es geschafft, Barack Obama zu täuschen und den Anschein zu erwecken, eine normale Fitnessstudio-Besucherin zu sein - und eben keine Journalistin. Barack Obama ist um eine Lektion reicher, die US-Blogger haben Stoff für die nächsten Woche, die BILD kann sich auf die Schulter klopfen - alle sind zufrieden.

Wunderbar, wie sich Warner Todd Huston aufregen kann:
Apparently, Bild, a newspaper in Germany, hires 14-year-old, starry-eyed, fan-girls as reporters instead of serious grownups. Or, at least one would be excused in thinking this reporter was a rock-star struck teeny bopper upon reading her gushingly immature account of having an exercise work out with Barack Obama on the German leg of his trip. This report is so obsequious, so saccharine, that it is painful to read. The whole incident is really banal and uneventful in retrospect, but this reporter builds it into orgasmic proportions showing how the press, even in Europe, have allowed hero worship to overtake even the tiniest shred of journalistic integrity.

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Großartig. Ich mag das sehr, wie Eastwood ein Gespräch mit dem Präsidenten darstellt und dabei so tut, als würde er den Faden verlieren bzw. die Themen wie bei einem echten Gespräch wechseln. Man darf sich dabei sicher sein, dass keine Pause zufällig und kein Stocken ein Versehen ist. Es ist eine große Show.

Schöffen leben gefährlich

Der Artikel ist zwar noch etwas älter vom 13.3., aber so skurril, dass ich geradezu darauf verweisen muss : Seit rund fünf Jahren arbeitet der Pensionär Peter Wenske-Wallner als ehrenamtlicher Schöffe am Amtsgericht Mainz. Zu Beginn jeden Jahres, so auch in 2007, erhielt er seine Liste mit den möglichen Terminen. Diesen folgen dann konkrete Einladungen, jeweils zweifach per Post und per Bote. So erreichte ihn auch die Einladung zum Gerichtstermin am 23. Oktober 2007. Und dann passierte Wenske-Wallner ein Versehen: Er trug diesen Termin in seinem persönlichen Kalender auf den 24. Oktober ein. [...] Nach nicht weniger als gut 15 Monaten, datiert vom 5. Februar 2009, traf an Wenske-Wallners Privatadresse ein Brief mit der Mitteilung eines “Kostenbeschlusses“ ein, ein paar Tage später der Kostenbescheid über genau 803,50 Euro. Per E-Mail teilte er unverzüglich mit, dass er lieber in das Gefängnis geht. Denn die Geldstrafe liegt höher als seine monatliche Nettorente. Nachdem er dies auch no