Es ist doch ein Kreuz mit den Medien: einerseits sollen die deutschen Politiker die neuen Medien nutzen und innovativ sein. Wenn es dann mal einer macht und wie Hubertus Heil vom Parteitag der Demokraten aus Denver twittert, dann ist es aber falsch und ein Anbiedern an die heutige Jugendsprache.
Robin hat völlig recht: man hat das Gefühl, heute sei mal zur Abwechslung nix Negatives über die SPD angestanden, also musste man aus einer Nichtigkeit eine Meldung machen.
Dass die Reaktionen bei Twitter quasi ausnahmslos positiv sind, interessiert bei Spiegel Online niemanden, stattdessen werden irgendwelche anonymen reiferen Genossen als Kronzeugen rangezogen.
Und dann werde ich auch noch falsch zitiert. Skandal!
Nachtrag, 21:17: Wolf Witte sieht hier ein grundlegendes Problem der Medien, da mittlerweile auch die SZ einen noch peinlicheren Artikel als SPON veröffentlicht hat.
Dienstag, 26. August 2008
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
2 x kommentiert:
Nicht hinter jedem Twitter-Politiker oder Twitter-Organisation steckt auch die Person/Organisation, die man hinter dem Namen erwartet.Z. B.:
http://twitter.com/gesineschwan
http://twitter.com/schaeuble
http://twitter.com/rolandkoch
http://twitter.com/steuerfahndung
http://twitter.com/fjs
http://twitter.com/angiemerkel
http://twitter.com/EdmundStoiber
http://twitter.com/KurtBeckSPD
http://twitter.com/polizei
http://twitter.com/H_Ringstorff
… diese Liste ließe sich noch unendlich fortführen.
Man sollte sich also genau informieren, bevor man einen Tweet für bare Münze hält.
Das ist richtig, Hubertus' Twitter-Account ist allerdings authentisch: vorhin habe ich eine Mail über einen internen SPD-Verteiler bekommen, der darauf hingewiesen hat.
Aber Deine Grundaussage ist korrekt: man darf nicht blindlings jeglichen Informationen vertrauen.
Kommentar veröffentlichen