Mittwoch, 27. August 2008

Hubertus Heil twittert, SPON dreht peinliches Video

Wir erinnern uns: Hubertus Heil twittert vom Parteitag der Demokraten in Denver aus und informiert darüber, was er gerade so macht. Dies veranlasste SPON und SZ zu peinlichen und uninformierten Artikeln über sein Twitter-Verhalten.

Dummerweise kamen diese Verrisse in der Netzwelt nicht so gut an, ganz im Gegenteil: die Follower-Anzahl von Hubertus Heil stieg sprunghaft an und beträgt momentan schon fast 800, womit er es auf einen Schlag in die inoffiziellen deutschen Twitter-Charts geschafft haben dürfte.

Die Reaktionen der Blogwelt waren fast ausschließlich positiv - man war sich einig, dass SPON und SZ eben das Internet nicht verstehen. (Gerade sueddeutsche.de sollte in internettechnischer Kritik sehr vorsichtig sein - wer nur von 8 bis 19 Uhr kommentieren lässt, hat irgendwas nicht so richtig kapiert.)

Hubertus Heil hat es wohl mit Humor getragen und versieht nun ironisch gemeinte Nachrichten mit einem deutlichen Hinweis für die Online-Redakteure, dass sie eben auch so gemeint sind.


Und das scheint SPON nicht gepasst zu haben: statt sich in Demut zu üben und einzusehen, dass es ziemlicher Unfug ist, auf einen Politiker einzuprügeln, der innovativ ist und Neue Medien wirklich nutzt (nicht so wie Michael Glos, der Leute hat, die für ihn das Internet bedienen), legt man nochmal nach: mit einem grotesk peinlichen Video, das vor Häme nur so trieft.

Bild: Bildschirmfoto spiegel.de

7 x kommentiert:

Wolf hat gesagt…

wofür diese Schwachmaten so Zeit haben...

Christian Soeder hat gesagt…

Ich bin auch erstaunt, als passierte sonst nix in der Welt. ;)

Henning hat gesagt…

Das hat mich auch gewundert. Greifen die doch glatt diesen Tweet in dem Video auf - ohne einen Hauch von Einsicht.

Anonymous hat gesagt…

Beim Spiegel gehört die Häme einfach dazu. Das lernen die Volontäre noch vor der neuen Rechtschreibung.

Außerdem ist das glaube ich ein richtig ätzender Laden, die stehen alle unter Druck und dürfen ihren Chef nicht kritisieren. Früher haben beim Spiegel alle gesoffen - aber das ist bei den neuen Medien nicht mehr angesagt.

Christian Soeder hat gesagt…

Was lernen wir daraus: SPON bleibt eben SPON. ;)

Jan hat gesagt…

Ach. Billigere Werbung gibts nicht und wer das ganze doof/überflüssig/unsachlich findet, der brauchts ja nicht nutzen, erstaunlich viele Menschen werden sich die Sache aber immerhin mal angucken. Was willste mehr?

Christian Soeder hat gesagt…

Stimmt, werbetechnisch war das super. Am Ende sind bei SPON Genossen am Werk, die sich der Macht der umgedrehten Psychologie bedienen? [Akte-X-Melodie]

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