Direkt zum Hauptbereich

„Leipzig gilt auch heute noch“

Nun schlagen auch die Flügel bei der Union kräftig. Den Auftakt macht die wirtschaftsradikale Mittelstandsvereinigung: der Chef derselben hat sich mit einigen sehr interessanten Aussagen zu Wort gemeldet. Josef Schlarmann will quasi alle Reförmchen, und mögen sie auch noch so klein sein, die die Kanzlerin angestoßen hat, zurückdrehen.

Die Beschlüsse des Leipziger Parteitages gelten seiner Meinung nach immer noch - der Kündigungsschutz soll fallen, die Erbschaftssteuer will er wohl am liebsten gleich ganz abschaffen (und damit Vorteile der Eliten auf ewig zementieren). Unter dem Deckmäntelchen der privaten Vorsorge schraubt er wieder am Abbau des Sozialstaates - es ist ihm wohl einfach zu kommunistisch, dass in Deutschland alte Frauen nicht nur Suppe löffeln können, sondern gute Zähne haben. Solidarität? Braucht man nicht, regelt alles der Markt. Meint der Wirtschaftsflügel-Obermacker.

Wenn die Union wirklich so blöd sein sollte, die Leipziger Beschlüsse wieder aufzuwärmen, dann wird der Wahlkampf nächstes Jahr für die SPD das reinste Kinderspiel.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Präsident Obama umarmt Gabrielle Giffords

Quelle

BADABOOM!

Zur Zusammenarbeit von CDU und Linkspartei

Weil gerade auf Twitter einige CDU-Nachwuchspolitiker vor Kraft kaum mehr laufen können und rumproleten, dass es niemals auch nur irgendeine Zusammenarbeit zwischen CDU und Linkspartei gäbe, erlaube ich mir, auf einen schon etwas älteren Blog-Eintrag von Michael Neumann hinzuweisen : In Zwickau sind Absprachen zwischen CDU und Linkspartei Alltag. So wurde der Zwickauer Bevölkerung in einer Zeitungsanzeige, in der die CDU gemeinsam mit der Linkspartei sowie der „AG Zwickau“ (Wählervereinigung) für die Streichung von zwei der fünf Beigeordnetenposten warb, mitgeteilt: „Diese drei Fraktionen vertreten (…) den überwiegenden politischen Willen und sind gemeinsam in der Lage, diesen in Beschlüsse münden zu lassen.“ (Wochenspiegel, 23.4.2008, FAZ, 10.6.2008). In Cottbus kandidierte im Oktober 2006 der CDU-Politiker Holger Kelch unter dem Dach eines Wahlbündnisses mit der damaligen Linkspartei.PDS für das Amt des Oberbürgermeisters. Er verlor zwar gegen den Kandidaten der SPD, Frank Szymanski.