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Online-Instrumente der SPD

Im Vergleich zu den anderen Parteien stellt sich die SPD im Internet noch am besten an. Noch immer gibt es zwar zu wenig Möglichkeiten der Kooperation, zuviel top-down-Kommunikation, aber im Großen und Ganzen ist die SPD auf einem guten Weg.

Ich versuche mal, die Online-Instrumente der SPD aufzuzählen:
  • meineSPD.net
    Das ambitionierte Projekt der SPD. Mit Ecken und Kanten, natürlich, aber allgemein durchaus als Erfolg zu werten. Die FDP hat zwar auch eine Art Portal unter my.fdp.de, aber sonderlich vielversprechend sieht es nun nicht gerade aus. meineSPD.net hingegen bietet öffentliche Blogs, halböffentliche Foren, geschlossene Gruppen und noch einen netten internen Bereich. Bis zur Bundestagswahl wird meineSPD.net sehr viel wichtiger werden.

  • SPD:vision
    Der YouTube-Kanal der SPD. Es sind zu wenig Videos und sie haben nicht genug Pep, aber auch hier muss man sagen: besser als die anderen Parteien. Lediglich der FDP-Kanal kann punkten, das aber auch nur wegen Fricke & Solms, die irgendwie an Statler & Waldorf erinnern.

  • Flickr
    Die SPD nutzt meines Wissens als einzige Partei Flickr. Mittlerweile sind die Bilder verschlagwortet und Bildnamen gibt es auch.

  • Twitter
    Die NRWSPD ist Vorreiter und nutzt sogar Twitter: nicht wirklich regelmäßig, aber hey - von den anderen Parteien ist mir nichts Derartiges bekannt. Das NRWSPD-Blog ist auch eine Erwähnung wert.

  • WebSoziCMS
    Das große Pfund, mit dem die SPD im Internet wuchern kann: keine andere Partei hat den großen Vorteil, jeden Ortsverein, jeden Kreisverband und jeden Landesverband mit einem unschlagbar günstigen CMS ausstatten zu können, das ehrenamtlich weiterentwickelt und gepflegt wird. Und das von jedem verwaltet werden kann, der Word bedienen kann.

Zusammenfassung: die SPD ist im Internet hervorragend aufgestellt. Der Online-Wahlkampf der BayernSPD ist wegweisend, wie ich schon festgestellt habe: man darf davon ausgehen, dass bei der BayernSPD getestet wurde, was im Internet geht und was nicht geht.

Wir brauchen noch mehr Blogs, mehr Wikis und mehr Inhalte - die CDU kann nicht mithalten, auch die FDP scheint zu schlafen; lediglich die JuLis Bayern haben kapiert, wie Internet geht. Da kann man sich gerne mal eine oder zwei Scheiben abschneiden.

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Zur Zusammenarbeit von CDU und Linkspartei

Weil gerade auf Twitter einige CDU-Nachwuchspolitiker vor Kraft kaum mehr laufen können und rumproleten, dass es niemals auch nur irgendeine Zusammenarbeit zwischen CDU und Linkspartei gäbe, erlaube ich mir, auf einen schon etwas älteren Blog-Eintrag von Michael Neumann hinzuweisen : In Zwickau sind Absprachen zwischen CDU und Linkspartei Alltag. So wurde der Zwickauer Bevölkerung in einer Zeitungsanzeige, in der die CDU gemeinsam mit der Linkspartei sowie der „AG Zwickau“ (Wählervereinigung) für die Streichung von zwei der fünf Beigeordnetenposten warb, mitgeteilt: „Diese drei Fraktionen vertreten (…) den überwiegenden politischen Willen und sind gemeinsam in der Lage, diesen in Beschlüsse münden zu lassen.“ (Wochenspiegel, 23.4.2008, FAZ, 10.6.2008). In Cottbus kandidierte im Oktober 2006 der CDU-Politiker Holger Kelch unter dem Dach eines Wahlbündnisses mit der damaligen Linkspartei.PDS für das Amt des Oberbürgermeisters. Er verlor zwar gegen den Kandidaten der SPD, Frank Szymanski.