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Rasch verlinkt: CDU in Dresden kungelt mit der Linkspartei

Andrea Nahles zur CDU-Doppelmoral in Bezug auf die Linkspartei:
Die Äußerungen von CDU-Generalsekretär Pofalla über die SPD und deren Verhältnis zur Linkspartei entlarven sich zunehmend selbst.
Wenn es um Macht und Posten geht, ist die CDU nur allzu gern bereit ist, mit den Linken zusammenarbeiten. Die Koalition zwischen Linksfraktion.PDS und CDU bei der Wahl der Beigeordneten in Dresden vom gestrigen Donnerstag zeigt dies erneut.
Dresden steht damit in einer Reihe von CDU-Linken-Koalitionen in den großen ostdeutschen Städten: Chemnitz, Zwickau, Cottbus, Magdeburg oder in den Berliner Bezirken. Der CDU-Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer, schließt auch auf Landesebene eine Koalition mit der Linken in Zukunft nicht aus.
Die Doppelmoral der CDU-Spitze ist offenkundig: Einerseits sehen Herr Pofalla und Frau Merkel den Untergang des Abendlandes heranziehen, wenn es um die Zusammenarbeit anderer Parteien mit der Linkspartei geht, andererseits sehen sie dem Treiben ihrer Parteifreunde in den großen ostdeutschen Städten tatenlos zu.
Der Union geht es nicht um Moral, der Union geht es nur um Macht. Denn wenn die CDU-Vorsitzende und ihr Generalsekretär ihre Warnungen vor der Linkspartei wirklich ernst meinen würden, hätten sie eine solche Zusammenarbeit wie in Dresden längst konsequent ausgeschlossen.

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Zur Zusammenarbeit von CDU und Linkspartei

Weil gerade auf Twitter einige CDU-Nachwuchspolitiker vor Kraft kaum mehr laufen können und rumproleten, dass es niemals auch nur irgendeine Zusammenarbeit zwischen CDU und Linkspartei gäbe, erlaube ich mir, auf einen schon etwas älteren Blog-Eintrag von Michael Neumann hinzuweisen : In Zwickau sind Absprachen zwischen CDU und Linkspartei Alltag. So wurde der Zwickauer Bevölkerung in einer Zeitungsanzeige, in der die CDU gemeinsam mit der Linkspartei sowie der „AG Zwickau“ (Wählervereinigung) für die Streichung von zwei der fünf Beigeordnetenposten warb, mitgeteilt: „Diese drei Fraktionen vertreten (…) den überwiegenden politischen Willen und sind gemeinsam in der Lage, diesen in Beschlüsse münden zu lassen.“ (Wochenspiegel, 23.4.2008, FAZ, 10.6.2008). In Cottbus kandidierte im Oktober 2006 der CDU-Politiker Holger Kelch unter dem Dach eines Wahlbündnisses mit der damaligen Linkspartei.PDS für das Amt des Oberbürgermeisters. Er verlor zwar gegen den Kandidaten der SPD, Frank Szymanski.