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Dienstag, 16. September 2008

Christliche Nächstenliebe

Die CDU-Politiker Klaus-Heiner Lehne, Mitglied des Europäischen Parlaments, und Olaf Lehne, Mitglied des Landtags NRW, möchten nicht für ihren alten Vater (79) sorgen, der von einer kümmerlichen Rente von 200 Euro leben muss.

Nun war Hans Konrad Lehne als ehemaliger Präsident der Anwaltskammer sicherlich zu Berufszeiten kein armer Mann. Und man hätte erwarten können, dass er privat vorsorgt, um im Alter nicht mittellos dazustehen.

Aber dessen ungeachtet: es kann doch nicht sein, wenn sich zwei Söhne mit einem geschätzten Jahreseinkommen von 100.000 Euro weigern, für ihren Vater zu sorgen. Egal, wie schlecht er sie einmal behandelt haben mag, egal, ob er sein Geld verprasst (via) hat: das gehört sich einfach so. Wenn man schon innerhalb der Familie nicht solidarisch sein mag, wann denn dann?

Mittlerweile kann die CDU ihr C wirklich streichen, wenn führende Politiker absolut nichts von christlicher Nächstenliebe halten und das auch noch so offen zeigen.