Direkt zum Hauptbereich

Lebenslang gratis telefonieren

Das OLG Bremen (Beschl. v. 05.09.2008 - Az.: 2 W 48/08) hat entschieden, dass es irreführend und somit wettbewerbswidrig ist, wenn eine Telefon-Flatrate, bei der alleine Anrufe in das deutsche Festnetz kostenfrei sind, alle anderen Telefonate aber gebührenpflichtig, mit dem Slogan "Ein Leben lang gratis telefonieren" beworben wird.
Ich finde es ausdrücklich gut, wenn der Staat bei irreführender Werbung eingreift und diese verbietet. Aber ein Slogan wie "Ein Leben lang gratis telefonieren" ist das meiner Meinung nach einfach nicht. Er ist völlig übertrieben, natürlich - aber damit eben auch völlig unglaubwürdig. Es muss dem mündigen Verbraucher klar sein, dass hier PRler ihr Unwesen getrieben haben und sie kaffeefahrtenmäßig angelockt werden sollen. Es kann doch niemand ernsthaft glauben, dass man mit einem einzigen Vertrag lebenslang komplett und vollständig gratis telefonieren kann? Sind darauf wirklich Verbraucher reingefallen?

Beliebte Posts aus diesem Blog

BADABOOM!

Totale und geschützte Freiheit: GPL und BSD

Der Platzhirsch unter den Freie-Software-Lizenzen ist die GPL, die GNU General Public Licence. Sie wurde hauptsächtlich von Richard Stallman geschrieben, dem Gründer des GNU-Projekts, und kann ohne Übertreibung als „größter Hack in der Geschichte des Urheberrechts“ bezeichnet werden. Die GPL hat das Ziel, so viel Software wie möglich zu Freier Software zu machen; die Entscheidung, die GPL zu verwenden, ist somit auch immer ein Stück weit ideologisch motiviert. Im Gegensatz zur GPL haben BSD-artige Lizenzen kein Copyleft; dies bedeutet, dass davon abgeleitete Software nicht unter der gleichen Lizenz stehen muss. GPL-geschützte Software hingegen macht jegliches Programm, das auf GPL-Quelltext zurückgreift, ebenfalls zu GPL-Software. Diese Eigenschaft wird von Microsoft gerne als „virusartig“ und Linux als „Krebsgeschwür“ beschrieben. Im Grunde genommen die übliche Mircosoft’sche FUD-Politik , die das Ziel hat, gezielt Fehlinformationen zu verstreuen und potenzielle Nutzer abzuschrecken

Präsident Obama umarmt Gabrielle Giffords

Quelle