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Montag, 12. Januar 2009

Opfermythos Dresden

Schöner Artikel beim Störungsmelder:
Die Stadt Dresden hatte die Kommission 2004 mit der Klärung der Frage beauftragt, wie viele Menschen durch die Luftangriffe ums Leben gekommen waren. Die meisten Historiker gingen bisher von ca. 35.000 Toten aus. Nazis sprechen hingegen von 250.000 Toten und mehr und scheinen offensichtlich der offiziellen Zahl der Dresdner Zivilverwaltung und Polizei von 1945 (sie gingen von 25.000 Opfern aus) einfach eine Null mehr angehängt zu haben.
Nach dem Bericht der Kommission, der auf dem Deutschen Historikertag im Herbst 2008 vorgestellt wurde, sind 18.000 Tote sicher nachgewiesen worden. Die Experten gehen zugleich davon aus, dass bei den alliierten Luftangriffen auf Dresden am 13. und 14. Februar 1945 maximal 25.000 Menschen ums Leben kamen. Es gebe “keine Beweise oder belastbare Indizien” dafür, dass diese Zahl wesentlich abweichen könnte, heißt es in dem Bericht. Die Historikerkommission schloss zugleich “mit Sicherheit” aus, dass im Februar 1945 neben Dresdner Einwohnern zugleich auch Zehntausende Flüchtlinge ums Leben kamen.