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Samstag, 31. Januar 2009

T-Mobile ist ein lustiger Laden



Ich habe momentan einen Relax-50-Tarif bei T-Mobile für Studenten. Das war vor zwei Jahren, als ich ihn abgeschlossen habe, verhältnismäßig günstig. Mittlerweile gibt es aber so viele bessere Konkurrenzprodukte, wie bspw. Simyo, die auch noch günstiges mobiles Internet bieten, so dass ich vor einem guten Monat gekündigt habe. Mein Vertrag läuft im Mai aus.



Verständlicherweise will man bei T-Mobile keine Vertragskunden verlieren, weshalb ich nun schon fünf Anrufe von drei verschiedenen Callcenter-MitarbeiterInnen erhalten habe, die alle nur ein Ziel hatten: mich bei T-Mobile zu halten. Die Angebote waren auch tatsächlich nicht schlecht, so wurde mir ein noch günstigerer Relax-50-Tarif angeboten, dazu noch eine einmalige 150-Euro-Gutschrift.



Wirklich überzeugt haben mich diese Angebote aber nicht. Mobiles Internet ist der Markt der Zukunft im Handy-Bereich, da möchte ich nicht Tarife von vorvorgestern behalten.



Also habe ich nachgefragt, ob ich auch die neuen Datentarife zu ähnlich günstigen Kondiditionen erhalten könne. Woraufhin ich verständnislos gefragt wurde, von welchen Datentarifen ich eigentlich spräche. Ich war etwas erstaunt und erwiderte, ich meinte die neuen Tarife, die mit dem neuen Google-Handy G1 eingeführt würden. Erneut das gleiche Spielchen: völliges Unwissen der Callcenter-MitarbeiterInnen: G1? Noch nie gehört.



Ergo erläuterte ich genauer, was ich meinte: das neue Smarthphone, den iPhone-Killer, the next big thing sozusagen. Nun endlich wurde im Computer nachgeschaut und tatsächlich entdeckt, dass T-Mobile ja Exklusivpartner ist. Eine Wahnsinnserkenntnis.



Man hat mir nun heute erklärt, zu den neuen Tarifen könne man noch nichts sagen, da sie ja noch nicht verfügbar seien. Dass ich sie in allen Details schon im Internet finden kann, störte den Callcenter-Mitarbeiter, der mich übrigens konsequent erst "Herr Schröder" und dann "Herr Röder" genannt hat, nicht weiter.



Wenn mich die Callcenter-Versuche, mich bei T-Mobile zu halten, eines bewirkt haben, dann dieses: nämlich mich in einem Entschluss zu bestärken, nicht noch länger bei diesem Saftladen zu bleiben, wo die Callcenter-MitarbeiterInnen derart unzureichend informiert werden, dass sie noch nicht einmal den Namen des neuen Aushängeschildes kennen, das bei Twitter und in den Blogs eines der momentan angesagtesten Themen ist. (Teilweise wird sogar schon über den Nachfolger spekuliert.)



An dieser Stelle ärgere ich mich übrigens tierisch, dass ich noch immer ein paar wenige Telekom-Aktien habe. Die Dinger werde ich wohl nie mehr los. Wann rettet mich eigentlich Frau Merkel?



Bild: T-Mobile G1 Launch © Vince Veneziani (CC-BY 2.0)