Navigation

Samstag, 28. März 2009

Tellerrand-Busting: Jo Stamp beim JuLi-Bundeskongress haut auf Libertäre ein

Ich muss hier mal eine Lanze brechen für die JuLis und hier ganz speziell für Joachim Stamp, der beim JuLis-Bundeskonkress am 15.03.08 sehr erfrischend auf weltfremde Libertäre und Anarcho-Kapitalisten eingehauen hat:



Jedenfalls sind viele Libertäre von der Realität ganz weit weg. [...] Wer eine solche Aussage von einem x-beliebigen Passanten erwartet, der hat schon lange nicht mehr mit einem x-beliebigen Passanten gesprochen. [...] Wenn wir das libertäre Konzept durchdenken [...], dann kommt das Faustrecht. Dann sind wir nicht in der Marktwirtschaft, dann sind wir im Wilden Westen. [...] "Für eine Handvoll Dollar" ist einer meiner persönlichen Lieblingsfilme, aber liebe Freunde, das ist doch kein Politikkonzept. Deshalb ist libertäre Traumtänzerei vom Leben ohne Staat auf einem ähnlichen Niveau wie die kommunistische Weltrovulition. Beides hat mit Liberalismus herzlich wenig zu tun. Der Markt allein kann nicht alles regeln. [...] Der Markt ist kein Zweck an sich.

Durchaus ein lohnenswertes Video (zitierte Passagen findet man ab der 21. Minute), auch wenn Stamp den "Roten" ebenfalls ein paar Seitenhiebe mitgibt. Aber das kann ich aushalten. Sehr schön finde ich, wie die anwesenden JuLis klatschen, als Stamp sich über die Libertären lustig macht.