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Freitag, 3. April 2009

Die GRÜNEN laufen sich warm für Jamaika

Statt Wahlkampf gegen CDU und FDP zu machen, versuchen die GRÜNEN lieber, mit einem populistischen Video auf SPD-Stimmenfang zu gehen:



Kann man natürlich machen, keine Frage - nur sinnvoll ist es meiner Meinung nach nicht. Was hätten die GRÜNEN denn davon, der SPD ein paar Stimmen abzunehmen? Möglicherweise ein paar Mandate mehr, eine Neuauflage von Rot-Grün rückte damit jedoch in weitere Ferne.

Vielleicht sollten die grünen Vorturner den Wählerinnen und Wähler langsam mal reinen Wein einschenken: 2009 wollen die GRÜNEN wieder regieren, um jeden Preis. Egal, in welcher Konstellation.

Der Grund für dieses Streben nach der Macht ist leicht zu erraten - der zunehmende Bedeutungsverlust der GRÜNEN. Die GRÜNEN sind nur noch in zwei Stadtstaaten an der Regierung: in Bremen und in Hamburg. In bundesweiten Umfragen sind die GRÜNEN zeitweise nur noch die fünftstärkste Kraft - vor ein paar Jahren waren sie unangefochten an der dritten Stelle.

Das Spitzenpersonal der GRÜNEN ist, mit Ausnahme von Cem Özdemir, weitgehend unbekannt und vor allem nicht in der Lage, über das eigene Millieu hinaus zu wirken. Besonders Claudia Roth ist für viele einfach nur die personifizierte Nervensäge - was ich sogar nachvollziehen kann.

Ehemalige Spitzenleute wie Reinhard Bütikhofer und Angelika Beer werden entweder nach Europa abgeschoben (leider ist es so, dass das Europaparlament bei Parteien durch die Bank weg als Abstellgleis missbraucht wird) oder erst gar nicht nominiert und zum Parteiaustritt gebracht.

Da die Basis die Festlegung auf die Ampel nicht mitmachen wollte, wie von Spitzengrünen gefordert, probieren die GRÜNEN jetzt anscheinend eine neue Taktik aus: in alle Seiten losschlagen. Verbündete, Partner? Egal.

Erinnert mich ein bisschen an das nur teilweise scherzhaft gemeinte Zitat, das man immer wieder lesen kann - von wem es ist, weiß ich leider nicht:
"Sir, wir sind umzingelt!"
"Ausgezeichnet, dann können wir in alle Richtungen angreifen!"